Über der Wohnebene hat das Haus einen grossen, stark sanierungsbedürftigen Dachboden. Die Räume an den befensterten Stirnseiten zeugen davon, dass der Dachboden früher über drei Ebenen ging. Über die Jahre sind allerdings die Zwischendecken abgebaut oder verrottet. Jedenfalls ist die zweite Ebene nur über dünne Planken zu begehen.
Weiterhin sind die Fenster zur besseren Lüftung und zum Vermeiden von Schimmel offen. In den Räumen sind mehrere Schwalbennester anzufinden sowie die Spuren anderer Tiere (Mäusekot, anderer Kot sowie Flügel von Schmetterlingen).
Das einzige Licht dringt vond en Stirnseiten ein. And en Längsseiten sind keine Fenster angebracht. An den Stellen, wo man nicht direkt auf die nackten Dachziegel sieht ist zu erkennen, dass zuletzt zumindest Schrägfenster verbaut waren. Vielleicht waren früher auch Gauben verbaut?
Die Balken im Fachwerk, die die Decke der großen Räume halten, sind verstärkt worden: ohne stützenden Balken von unten drohen die langen Balken mit den Jahren durchzubiegen. Die zur Verstärkung eingesetzten Balken liegen auf dem früheren Fussboden auf: es ist somit nicht klar, ob sie nachträglich eingebaut wurden, als die Räume vergrössert und die Stützen entfert wurden, oder ob der Fussboden früher höher war, oder ob die langen 40cm hohen Hindernisse auf dem Boden früher niemanden interessiert haben.
Die Räume an den Stirnseiten sind z.T. dekoriert, was eine Nutzung als Wohnraum naheliegt. Dass man regelmässig über die verstärkenden Stützbalken klettern sollte, ist wohl auch in früheren Zeiten von den Menschen als unbequem und gefährlich empfunden worden. Selbst, wenn die Etage nur für die Bediensteten gewesen wäre, ist es schwer vorzustellen, dass das so geplant gewesen war. Wir werden das wohl nie erfahren.
Die Sanierung des Dachbodens dient dazu, weitere Wohnfläche zu erschliessen. Das Ergeschoss ist darauf ausgelegt einzelne Wohneinheiten als Fremdenzimmer über kurze Zeit zu vermieten,. Der Dachboden soll eher der gesamten Familie für Feiern oder als Ferien- und Wochenenddomizil dienen, ohne die Zimmervermietung zu beeinträchtigen.


Der Umfang der Arbeiten, um den Dachboden bewohnbar zu machen, ist sehr gross. Alleine der Fussboden, die Zwischendecke, die Fenster an den Längsseiten sind sehr umfangreich und voraussichtlich auch sehr kostspielig.
Eine Aufteilung auf mehrere Teilprojekte bietet sich an, um die Kosten besser zu überblicken und um die Arbeiten ggf. über eine längere Zeit in mehrere Phasen zu strecken.